Claraspital

Signaletik

St. Claraspital – Nicht suchen, sondern ankommen!

Wo drei Gebäudetrakte zusammenfinden, braucht es ein System, das jeder versteht.

Ein Spital ist selten ein einzelnes Haus. Das St. Claraspital in Basel besteht aus mehreren Trakten, die über die Jahre gewachsen sind. Mit dem jüngsten Erweiterungsbau stellte sich die Frage neu: Wie finden Patienten, Besuchende und Personal ihren Weg durch ein Gefüge, das sich über mehrere Gebäudeteile und Geschosse erstreckt? Die Antwort liegt in einem Orientierungssystem, das auf Buchstaben, Zahlen und wenige Farben setzt.

Die Trakte A, B und C bilden das Gerüst. Ein zweistelliger Code – Buchstabe plus Geschossnummer – ordnet jeden Raum einem Ort zu, ohne dass es einer Legende bedarf. C21 etwa bedeutet: Trakt C, zweites Obergeschoss, Bereich 1. Diese Logik zieht sich von der Fassade bis zur Zimmertür. Aussen markieren Metallbuchstaben und freistehende Stelen die Zugänge, innen übernehmen hinterleuchtete Deckenpaneele mit Piktogrammen die Wegführung an den Knotenpunkten. Wo sich Trakte kreuzen, genügt ein Blick nach oben.

An den Liften fassen Etagenverzeichnisse das Angebot pro Geschoss zusammen. Plastische Traktbuchstaben an den Lifteinfassungen geben Rückhalt – wer aus dem Lift tritt, weiss sofort, wo er sich befindet. Auf Stationsebene wechselt der Massstab: Zimmernummern treten als aufgesetzte Metallziffern in Erscheinung, Türschilder mit wechselbarer Papiereinlage und Frei-Besetzt-Schieber verbinden Flexibilität mit System. Empfangstheken tragen ihre Beschriftung direkt auf dem Holz, der Notfall hebt sich durch Rot vom gedämpften Farbklima ab.

Was das System zusammenhält, ist Konsequenz. Jedes Element folgt derselben typografischen Ordnung, vom Parkhaus-Schild bis zum WC-Hinweis. Die Orientierung beginnt, noch bevor man das Gebäude betritt – und hört erst auf, wenn man angekommen ist.

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