USZ Baustellensignaletik – Orientierung im Bau
Temporäres Leitsystem für das Universitätsspital Zürich während der Umbauphase
Das Universitätsspital Zürich baut – und der Betrieb läuft weiter. In der Tiefgarage, in den Gängen des Spitals, überall dort, wo Geschosse wie NORD1 und NORD2 ineinandergreifen, entstand 2021 ein temporäres Leitsystem, das neben der bestehenden Spitalsignaletik funktionieren muss. Keine polierten Oberflächen, kein Gestaltungsanspruch für die Ewigkeit: Hier zählt, was sich im Nebeneinander von Bauzone und Alltag behauptet.
Die Ausgangslage: Betonstützen, Wände, Steinböden – und Menschen, die trotzdem zuverlässig ans Ziel finden müssen, obwohl sich gewohnte Wege ändern und bestehende Wegweiser plötzlich ins Leere führen. Das temporäre Leitsystem setzt auf Folienbeklebung direkt auf den Untergrund. Wegweiser kleben an Stützen und Wänden, Richtungsangaben markieren den Boden, Geschossübersichten schaffen den nötigen Überblick. Wo keine feste Fläche zur Verfügung steht, übernehmen mobile Stelen mit Betonsockel die Aufgabe – in der Tiefgarage ebenso wie in den Korridoren des laufenden Spitalbetriebs.
Die Farbigkeit ist bewusst reduziert und laut zugleich: Schwarz, Weiss und Grau bilden die Basis, ein knalliges Orange setzt die Akzente. Die Signalfarbe grenzt das Bausystem klar von der bestehenden Spitalsignaletik ab – und macht es in einer Umgebung, die sich mit jeder Bauetappe verändert, sofort erkennbar.
Der temporäre Charakter bestimmt Materialwahl und Haltung: Folie statt Aluminium, Betonsockel statt Wandmontage. Was heute klebt, kann morgen versetzt werden. Die Elemente sind dabei robust genug für den rauen Baustellenalltag. Signaletik auf Zeit – aber nicht auf halbe Kraft.






