Infografik

Komplexe Inhalte werden verständlich, wenn Bild, Text und Diagramme sinnvoll zusammenspielen.

Infografik erklärt

Als Informationsgrafik, kurz Infografik, bezeichnet man visuell aufbereitete Informationen und Daten. Durch die gezielte Kombination von Text, Bild, Diagrammen oder auch Video lassen sich Daten unterschiedlichster Art anschaulich darstellen. Selbst komplexe Sachverhalte können so verständlich, einprägsam und nachvollziehbar vermittelt werden – statisch, animiert oder interaktiv.

Das Erzählen von Geschichten mithilfe visualisierter Daten hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Insbesondere das Internet hat sich als ideale Plattform für die Aufbereitung komplexer, datenbasierter Inhalte etabliert und neue Formen der Informationsvermittlung ermöglicht, etwa im Bereich der digitalen Nachrichtenproduktion.

Infografiken haben sich inzwischen in zahlreichen Branchen als eigenständiges und wirkungsvolles Kommunikationsmittel etabliert. Unternehmen, öffentliche Institutionen und Bildungseinrichtungen nutzen sie, um Inhalte klar, zugänglich und überzeugend zu vermitteln. Parallel dazu hat sich ein eigener Berufszweig entwickelt, der sich auf die visuelle Aufbereitung von Daten spezialisiert.

Ob technische Abläufe, Zeitachsen oder Abstimmungsergebnisse – Infografiken übersetzen komplexe Informationen in verständliche visuelle Formate. Sie kommen heute in Geschäftsberichten, Lehrmitteln, Präsentationen sowie in animierter oder interaktiver Form auf Webseiten und in Blogbeiträgen zum Einsatz. Ihr Mehrwert liegt darin, Inhalte kompakt, anschaulich und unmittelbar verständlich zu machen.

Meeresverschmutzung: So viel Müll schwimmt im Meer

Mehr als 150 Millionen Tonnen Plastikmüll lagern bereits in unseren Ozeanen, schätzt das Europäische Parlament.

10 Millionen Tonnen Plastikmüll – also etwa eine Lastwagenladung pro Minute – landen jedes Jahr in den Weltmeeren (Plastikatlas 2019). Andere Schätzungen liegen zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen.

3,5 Millionen Tonnen Plastikmüll entsorgen die Chinesen jährlich im Meer. China ist damit trauriger Spitzenreiter – laut dem Datenportal Statista sogar mit großem Abstand. Es folgen Indonesien und die Philippinen.

Plastikmüll nach Kontinenten Nordamerika: 16,7 Millionen Tonnen, 2 Prozent unsachgemäß und 98 Prozent via Müllmanagement entsorgt; Südamerika: 9,1 Millionen Tonnen, 13 Prozent unsachgemäß und 87 Prozent via Müllmanagement entsorgt; Europa: 15.2 Millionen Tonnen, 2 Prozent unsachgemäß und 98 Prozent via Müllmanagement entsorgt; Afrika: 6.9 Millionen Tonnen, 69 Prozent unsachgemäß und 31 Prozent via Müllmanagement entsorgt; Asien: 42.2 Millionen Tonnen, 51 Prozent unsachgemäß und 49 Prozent via Müllmanagement entsorgt; Australien: 1.2 Millionen Tonnen, 2 Prozent unsachgemäß und 98 Prozent via Müllmanagement entsorgt. Die Kreise zeigen die regionalen Mengen und den Anteil des entsorgten Plastikmülls; die punktierten Wirbel markieren treibenden Plastikmüll.
Plastikmüll nach Kontinenten; Mengen in Millionen Tonnen.
KontinentMio. tUnsachgemäßEntsorgt
Nordamerika16,72 %98 %
Südamerika9,113 %87 %
Europa15.22 %98 %
Afrika6.969 %31 %
Asien42.251 %49 %
Australien1.22 %98 %
  • via Müllmanagement entsorgter Plastikmüll
  • unsachgemäß entsorgter Plastikmüll
  • Garbage Patches (treibender Plastikmüll)

1,6 Millionen Quadratkilometer umfasst die größte Müllhalde des Ozeans, das Great Pacific Garbage Patch, im Nordpazifik. Damit ist es rund viermal so groß wie Deutschland.

Nur 1 Prozent des Mülls, der im Ozean schwimmt, ist laut Schätzungen sichtbar. Wo die anderen 99 Prozent des Abfalls liegen, weiss niemand so genau.

Die EINWEGKUNSTSTOFFARTIKEL, die an den Stränden am häufigsten gefunden werden, sind laut Europäischem Parlament (in dieser Reihenfolge): Getränkeflaschen, Zigarettenstummel, Wattestäbchen, Tüten und Verpackungen für Chips und Süßigkeiten sowie Hygieneartikel wie Feuchttücher und Tampons.

Das «kranke» Meer und seine Bewohner

Mehr als 30 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände sind nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO bereits überfischt oder gar zusammengebrochen. Weitere 58 Prozent gelten als maximal genutzt.

Nur noch 30 Prozent der Korallen könnten Ende des Jahrhunderts Riffe bauen, schätzt das Alfred-Wegner-Institut.

Rund 60.000 Quadratkilometer groß sind die «toten Zonen» in der Ostsee laut Greenpeace Ostsee-Report. So heißen Gebiete, in denen es fast keinen Sauerstoff und somit auch kaum Lebewesen gibt.