Flawil

Signaletik rund um und in der Stadt

Flawil: Orientierung in Minuten statt Metern

Ein Ortsleitsystem, das Bahnhof, Dorfkern und Erlebniswege zu einem Netz verknüpft

Flawil zählt über 10'000 Einwohnerinnen und Einwohner, dazu sieben Weiler und eine hügelige Umgebung mit Erlebniswegen, Naturschutzgebieten und Schokoladenfabriken. Damit sich Gäste wie Einheimische darin zurechtfinden, entstand zwischen 2018 und 2020 ein umfassendes Signaletikkonzept, das beim Bahnhof ansetzt. An sieben Standorten führen Stelen und Wegweiser zu den wichtigen Zielen – vom Spital über die Gemeindeverwaltung bis zum Ortsmuseum Lindengut.

Das Leitsystem gliedert sich in fünf Typen: Orientierungs-Stelen mit Übersichtsplan, Angebots-Stelen zu Tourismus und Natur, Identifikations-Stelen, die von der Geschichte des Ortes erzählen, Fingerwegweiser sowie eine Taxi-Stele. Je nach Standort treten die Elemente einzeln oder als Gruppe auf.

Statt Distanzen nennt das System Gehminuten. Auf den kreisrunden Karten markiert ein gelber Radius, was in fünf Minuten zu Fuss erreichbar ist. Die Richtungsschilder folgen derselben Logik. Der Kreis kehrt dabei als Motiv wieder: als Kartenausschnitt, als Bildfenster für historische Ansichten, als Rahmen der Piktogramme.

Gestalterisch hält sich die Signaletik zurück: anthrazitfarbenes Metall, weisse Arial Bold, dazu Gelb und Rot aus dem bestehenden Logo der Gemeinde. Kräftige Farbe erhält vor allem, was Gäste suchen: die Zeichen für Buureweg, Schoggiweg und Grenzweg. Wo die gelben Wanderwegweiser am selben Mast hängen, ergänzen sich zwei Systeme, ohne sich Konkurrenz zu machen. Das eine führt hinaus in die Landschaft, das andere durch den Ort.

So entstand eine Orientierung, die Flawil nicht grösser macht, als es ist, sondern zeigt, wie nah vieles beieinanderliegt..

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